Bauwerke und Sehenswertes
Solingen verfügte früher über eine Menge an historischer Bausubstanz, die wie in vielen anderen deutschen und besonders westdeutschen Städten die Bombardements des Zweiten Weltkrieges nicht schadlos überstanden hat. Dennoch ist in Solingen noch eine verhältnismäßig hohe Zahl an älteren Gebäuden erhalten geblieben, vor allem aus der Gründerzeit finden sich zahlreiche schöne Bauten. Damals erlebte auch Solingen einen großen wirtschaftlichen Aufschwung, das bergische Land war ein wichtiger Industriestandort. Neben Mietshäusern aus der Gründerzeit existieren so auch noch zahlreiche Villen einstiger Fabrikbesitzer aus dem Solinger Raum.
In den ländlichen Ortsteilen Solingens gibt es darüber hinaus zum Teil sehr alte Fachwerkhäuser im Stil des Bergischen Landes.
Ältestes Gebäude der Stadt ist hingegen ein Kirchturm im Ortsteil Wald. Der dortige Turm der Walder Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist der Romanik zuzuschreiben. Er schmückt einen deutlich jüngeres, neo-klassizistisches Kirchenschiff aus dem 19. Jahrhundert.
Sehenswert ist auch die St.-Clemens-Kirche in der Solinger Innenstadt. Es handelt sich um eine neugotische Kirche des 19. Jahrhunderts. Eine Besonderheit sind die Kirchturmspitzen aus Sichtbeton, die jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg beim Wiederaufbau errichtet worden sind.
Freunde von Schlössern und Burgen werden in Solingen ebenfalls fündig. Mit Schloss Burg existiert im Ortsteil Burg an der Wupper eine gut erhaltene Anlage. Die Grafen und Herzöge von Berg residierten hier einst.
Hoch oben für dem Tal der Wupper steht auch die Müngstener Brücke, die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands. Die Bogenbrücke aus Stahl wurde 1897 eingeweiht und ist seither Teil der Eisenbahnstrecke von Wuppertal-Oberbarmen nach Solingen. Heute verkehrt auf ihr die Regionalbahnlinie 47 namens „Der Müngstener“. Die Brücke überspannt das Wuppertal in einer Höhe von 107 Metern.