Das Bergische Land
Das gesamte Bergische Land gehört unter geologischen Gesichtspunkten zum Rheinischen Schiefergebirge. Das Städtedreieck Solingen-Remscheid-Wuppertal liegt im Bergischen Land, ebenso wie der Kreis Mettmann und Leverkusen als kreisfreie Stadt. Der Rheinisch-Bergische Kreis, der Oberbergische Kreis und zum Teil der Rhein-Sieg-Kreis zählen ebenso dazu wie die Kölner Bucht. Das Bergische Land erhebt sich bis über 500 Meter über NN. Seinen Namen verdankt es dem früheren Landesherren Graf von Berg und seinen Nachfolgern gleichen Namens. Geologisch wird es im Süden von der Sieg begrenzt, im Norden von der Ruhr und im Westen vom Rhein. Im Osten geht es ohne eine erkennbare Grenze in das Sauerland über.
Die Mittelgebirgslandschaft das Bergischen Landes ist recht abwechslungsreich und wird von Hügeln, Wäldern und Wiesen geprägt. Enge Kerbtäler in denen Bäche fließen sind charakteristisch für die Gegend. Je weiter man nach Westen kommt, desto mehr geht das Mittelgebirge in eine Ebene über, die relativ dicht besiedelt ist. Trotz starker Besiedlung finden sich es hier einige Naturschutzgebiete sowie Baggerseen. Diese stellen willkommene Naherholungsgebiete dar und werden von den Einwohnern der umliegenden Großstädte gern genutzt. Der Waldanteil ist recht groß, obwohl es nur wenige zusammen hängende Waldgebiete gibt.
Die westlichen Luftströmungen prägen das Klima und das Wetter des Bergischer Landes. Die feuchten atlantischen Luftmassen treffen hier erstmals auf nennenswerte Erhebungen und werden gestaut, wobei so genannte Steigungsregen auftreten. Dabei kommt es relativ häufig zu Starkregenfällen. Spätfröste sind ein weiterer Grund, weshalb in dieser Region nicht die allerbesten Bedingungen für eine intensive Landwirtschaft gegeben sind. Die Viehzucht ist hier deshalb traditionell die am meisten verbreitete Form der Landnutzung.
In der Region haben sich vor allem Unternehmen der metallverarbeitenden Industrie, des Maschinenbaus und der Textilindustrie niedergelassen.